Studie: Der Trend geht zu digitaler Kompetenzmessung

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für die Messung von Kompetenzen bei Auszubildenden. In der Forschung geht der Trend hin zu computerbasierten Testinstrumenten. Das zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Cover

Wissenschaftliche Diskussionspapiere des BIBB, Heft 206, Britta Rüschoff: „Methoden der Kompetenzerfassung in der beruflichen Erstausbildung in Deutschland“.

Die Studie liefert erstmals einen systematischen Einblick über die in der Forschung entwickelten Methoden zur Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann/-frau, Kfz-Mechatroniker/-in sowie Medizinische/-r Fachangestellte/-r Tests zur Kompetenzmessung vorliegen. Diese meist computerbasierten Testinstrumente mit hohem Standardisierungsgrad nehmen hauptsächlich die fachlichen Kompetenzen in den Blick, gefolgt von den allgemeinen Kompetenzen wie Lese- und Mathematikkompetenzen und den sozial-kommunikativen Kompetenzen.

Die BIBB-Studie zeigt, dass die Entwicklung computerbasierter Testverfahren zwar ressourcenaufwendig ist, ihr Einsatz in der Praxis jedoch sehr viele Vorteile bietet. So böte sich die Möglichkeit, Prüfungen für eine große Anzahl von Auszubildenden auf der Grundlage gleicher Standards durchzuführen. Als Lehr- und Lerninstrumente könnten computerbasierte Kompetenztests die Ausbildungspraxis ergänzen und unterstützen sowie konkrete Förderbedarfe von Auszubildenden im Kompetenzerwerb identifizieren.

Die Überblicksstudie wurde innerhalb der wissenschaftlichen Begleitung der Forschungs- und Transferinitiative ASCOT+ erstellt, die vom BIBB wissenschaftlich koordiniert und begleitet wird.

Die Publikation kann auf der Website des BIBB kostenlos heruntergeladen werden: zum Download