Kfz-Diagnosekompetenz bei Azubis fördern: Digitale Trainingseinheit in Pilotstudie

Welche Effekte eine Trainingseinheit zur Förderung der Kfz-Diagnosekompetenz hat, wurde mit Hilfe von rund 80 Azubis der Berufsschulzentren im Raum Dresden untersucht. Mit den Ergebnissen soll die digitale Trainingseinheit optimiert werden.

Das Projekt DigiDIn-Kfz hat eine Trainingseinheit entwickelt, die angehende Kfz-Mechatroniker und -Mechatronikerinnen dabei unterstützen soll, Kfz-Diagnosen sicher vorzunehmen. Um die Effekte dieser Intervention zu untersuchen, nahmen etwa 80 Auszubildende aus dem Raum Dresden an einer Pilotstudie teil. Für die Evaluierung wurden damit fast doppelt so viele Azubis gewonnen wie ursprünglich geplant.

Kfz-Mechatronikerin steht neben einem Pkw und schaut auf das Display eines Diagnosegeräts

Kfz-Diagnosen vorzunehmen gehört zum Berufsalltag von Kfz-Mechatroniker/innen. 

BMBF/Hans-Joachim Rickel

Innerhalb der Trainingseinheit arbeiteten die Auszubildenden mit einer hierfür entwickelten Kfz-Computersimulation. In dieser werden Instruktionsvideos und videobasierte Lösungsbeispiele gezeigt, in denen ein Experte Diagnosefälle bearbeitet und sein Vorgehen erläutert. Die Auszubildenden beantworteten dabei wiederholt Fragen zu den einzelnen Schritten der gezeigten Diagnosestrategie und reagierten auf Erklärungsaufforderungen, um ihr Wissen zu vertiefen.

Ergebnisse der Pilotstudie fließen in weitere Entwicklung der Trainingseinheit ein

Neben den Auswirkungen der Trainingseinheit auf den Diagnoseerfolg der Teilnehmenden erfasste das Projekt deren Diagnosewissen sowie ihre Motivation. Zusätzlich bewerteten die Auszubildenden das Lernmaterial unter anderem im Hinblick auf Relevanz und Verständlichkeit.

Die Ergebnisse der detaillierten Analysen sind im April 2021 zu erwarten. Auf deren Grundlage soll die Trainingseinheit weiterentwickelt werden. Um die Anforderungen und Bedürfnisse der Praxis und der Lernenden noch passgenauer zu berücksichtigen, arbeitet das Projekt dabei intensiv mit Lehrern, Ausbildern, Prüfern und Werkstattmeistern aus dem Kfz-Bereich zusammen.

Kontakt:
Prof. Stephan Abele
Peter Hesse