Herzlich Willkommen bei der BMBF Forschungsinitiative ASCOT

ASCOT – hinter diesem Namen steht eine im Jahr 2011 gestartete Forschungsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Sie orientiert sich an dem Ziel, am Arbeitsmarkt verwertbare Handlungskompetenzen zu messen, die für die Ausübung einer qualitativ hochwertigen beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendig sind. Dabei steht der Name ASCOT für die technologieorientierte Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung. Zur Messung der entsprechenden Kompetenzen werden spezielle  Instrumente und Methoden für verschiedene Berufsgruppen entwickelt.

Im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist der Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR) als Geschäftsstelle für die Steuerung der Gesamtinitiative sowie für die Projektförderung verantwortlich. Die Forschungsinitiative wird von einem Fachbeirat und einer Wissenschaftlichen Begleitgruppe begleitet.

Veranstaltung 

Duale Ausbildung auf dem Prüfstand: Leistungs- und Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung – Ergebnisse der BMBF-Initiative ASCOT

16. September 2015, Potsdam

113 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Verbänden, Kammern und der Wissenschaft diskutierten in Potsdam die Ergebnisse und Transferoptionen der BMBF-Forschungsinitiative ASCOT intensiv und konstruktiv.

Spätestens seit den PISA-Ergebnissen und den darauf einsetzenden Diskussionen um den Bildungsstandort Deutschland werden Effektivität und Effizienz des Bildungssystems in der Öffentlichkeit breit thematisiert. Eine Diskussion, die nicht nur im allgemeinbildenden Schulsystem, sondern aktiv und ausgiebig auch im Bereich der dualen Ausbildung zu führen sei, so Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Hier habe ASCOT angesetzt und in dem noch jungen Forschungsgebiet der empirischen Berufsbildungsforschung eine breite Grundlage geschaffen.

Im Förderzeitraum wurden über 800 Testaufgaben – hiervon 560 IT-basierte – neu entwickelt und getestet. An den Erhebungsphasen waren über 12.000 Berufsschülerinnen und -schüler aus 13 Bundesländern und rund 300 Schulen beteiligt.

Nach einer Gesamtschau über Entstehung, Anlage, Tiefe und Breite des in ASCOT von insgesamt 21 Teilvorhaben verfolgten empirischen Forschungsansatzes durch Herrn Prof. Baethge und Frau Prof. Winther sowie einer anschaulichen Demonstration zweier Testinstrumente, zeigten Vertreter aus der Praxis der Berufsbildung die Potenziale der Nutzung der erarbeiteten Instrumente auf.

Sowohl aus Sicht der IHK München als auch der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes in Stuttgart eignen sich die erarbeiteten Kompetenzmodelle und Messinstrumente zum Einsatz in der berufsschulischen oder betrieblichen Ausbildung, im Prüfungswesen sowie in der Weiterbildung von Ausbilderinnen und Ausbildern. Erste Praxistests der Instrumente und Items verliefen erfolgreich.

In zwei parallelen Fachforen am Nachmittag wurden einerseits vertieft Nutzen, Chancen, Herausforderungen des Einsatzes von Kompetenzmessverfahren in der Praxis für gewerblich-technische und kaufmännische Berufe sowie für den Bereich Gesundheit/Pflege diskutiert. Andererseits wurde der Frage nach dem Beitrag von ASCOT zur Kompetenzmessung im internationalen Kontext nachgegangen. Skizziert wurden Rahmenbedingungen und Zuschnitt einer auf den ASCOT-Ergebnissen und Erfahrungen aufbauenden internationalen Vergleichsstudie. Einhellig wurde der Nutzen eines internationalen Vergleiches – nicht zu verstehen im Sinne eines Rankings unterschiedlicher Berufsbildungssysteme – für alle Beteiligten betont, der z.B. in der Optimierungen von Ausbildungs- und Prüfungsprozessen sowie in einem Zugewinn an Transparenz über erworbene Kompetenzen in international vergleichbaren Berufskontexten liegen könnte.

Die abschließende Podiumsdiskussion mit Irmgard Frank (Bundesinstitut für Berufsbildung), Michael Krüger (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg), Peter Thiele (Bundesministerium für Bildung und Forschung) sowie Dr. Wolfgang Vogel (Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss-/Zwischenprüfungen (AkA) bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken) fasste die Potenziale der entwickelten Kompetenzmessverfahren zusammen. Nach der hochrangigen wissenschaftlichen Grundlagen- und Pionierarbeit in ASCOT gelte es nun, den Transfer in weitere Anwendungsfelder und Berufsdomänen zu forcieren.

Downloads:

Agenda | Impulsvortrag Winther/BaethgeKeynote Reher

Keynote AmannFachforum 1Fachforum 2

Ansprechpartner:

Dr. Dietmar Wuppermann
Tel.: 0228 / 3821 -1841
Fax: 0228 / 3821 -1444
Email: dietmar.wuppermann@dlr.de  

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